Die Mobilitätszukunft bereits heute gestalten!

Wenn es um Mobilität, Befähigungsgerechtigkeit und die Kosten der Mobilität geht, dann zieht der Fahrspass der Automachos den Kürzeren.

Selbstfahrende Autos

Alle - z.B. auch Schulkinder, Hausfrauen und Rentner - werden in Zukunft am Straßenverkehr teilnehmen - sogar ohne Führerschein.

 

Es werden aktuell bereits Fahrzeuge getestet, welche Strassenbahnen, Busse und Taxis in den Innenstädten überflüssig machen, siehe z.B. ...

Die Entwicklung von selbst fahrenden Autos ist nicht aufzuhalten und schreitet zügig voran, siehe:

Den laufenden Prozess kann man beschleunigen oder verlangsamen, aber aufhalten wird ihn niemand. Wer sich heute ein neues Auto kauft, der wird es in Zukunft nicht mehr an einen Stadtbewohner weiterverkaufen können und muss mit herben Wertverlusten rechnen.

Als die Pferdefuhrwerke vor etwa 100 Jahren die Stadt dominierten, ging man davon aus, dass die ersten KFZ bald wieder verschwinden würden. Der Krach und der Gestank dieser Fahrzeuge war auch damals unbeliebt. Autos wurden als Spielzeuge betrachtet, aber in weniger als 15 Jahren waren sämtliche Pferdefuhrwerke verschwunden.

Heute stehen wir vor der gleichen Situation: Die ersten autonomen Fahrzeuge werden bereits getestet. Die Digitalisierung ermöglicht neue Geschäftsmodelle, welche sich als günstiger, effizienter und leistungsfähiger erweisen werden als der individuelle Autoverkehr. Überlegene Ideen setzen sich früher oder später immer durch. Ich nehme daher an, die letzten privat genutzten Fahrzeuge sind in etwa 15 Jahren aus unserer Stadt verschwunden, sobald die ersten autonomen Fahrzeuge in unseren Straßen unterwegs sind.

In den kommenden Jahren muss für die selbstfahrenden Fahrzeuge eine Infrastruktur geschaffen werden, die das problemlose Fahren und Parken in den Innenstadtbereichen ermöglicht - insbesondere Platz! Die meisten dieser Fahrzeuge werden voraussichtlich von Carsharing-Diensten betrieben werden und einen Elektroantrieb besitzen. Eine große Anzahl von Parkplätzen (mit Ladestation) sollte daher bereits heute für das Carsharing reserviert werden.

Das Vertrauen der Menschen in die neue Technik ist bereits hoch. Eine Umfrage auf der oben verlinkten Seite (ubergizmo) erreicht am 5.11.2017 folgendes Zwischenergebnis:

Carsharing & Co

Es tut sich was in Berlin. DriveNow, Car2Go, Coup, Lidl-Bike, nextbike und weitere Anbieter mit ähnlichen Services ermöglichen ihren Kunden eine neue Mobilität ohne eigenes Fahrzeug.

Leider zieht die Politik auch hier kaum mit. Ich kenne keine brauchbaren Konzepte unserer Politiker, wie diese zukunftsweisenden Verkehrsmittel in das aktuelle Chaos integriert werden können. Und so stehen herrenlose Fahrzeuge dann z.B. zusätzlich irgendwo auf den Gehwegen oder in den Einkaufsstraßen herum. Auch Besitzer eigener Fahrräder stehen ungläubig vor unserem neuen Hauptbahnhof und suchen vergeblich einen geeigneten Stellplatz - während in anderen Städten bereits längst Fahrradparkhäuser für Pendler errichtet wurden!

Wie sieht eigentlich das Konzept für die Reinigung von Fahrradstellpätzen aus? Die BSR fährt bei der Reinigung nach meinen Beobachtungen fleißig breite Wege ab. Hindernisse sind bei der Gehwegkosmetik wohl nicht vorgesehen. So breitet sich an Fahrradstellplätzen schnell eine ganz neue Vegetation aus. Vielleicht wachsen dann demnächst dort Bäume, an denen wir Fahrräder festmachen können?

Auch Motorräder benötigen Parkraum, aber viel weniger als Autos. An der Spanischen Allee (Spinnerbrücke) geht man ganz pragmatisch vor und tut was möglich ist - mit viel Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer. Sowohl Fußgänger als auch Radfahrer werden - trotz sehr vieler Motoräder - nur minimal behindert. Danke! :-)

Elektrobikes + Pedelecs

Elektrobikes werden von Jahr zu Jahr mehr verkauft. Wo soll man damit fahren?

Manche sind so schnell, dass sie in Deutschland gar nicht erlaubt sind! Warum eigentlich? Diese Fahrräder sind gute Alternativen zu Rollern und Motorrädern.

Mehr Menschen werden enger zusammen leben

In Zukunft werden wir noch enger zusammenrücken, denn ...

  1. weitere Baulücken werden gerade geschlossen und
  2. die Menschen müssen sich z.T. bereits eine Wohnung teilen, weil sie sich diese alleine nicht mehr leisten können.

Möchten Sie wirklich, dass die neuen Stadtbewohner weitere Fahrzeuge in die Straßen stellen?

Noch mehr Liefer-, Pflege- und sonstige Dienste

Die Anzahl der Pflegedienstbesuche und der Lieferwagen nimmt weiter zu - Medikamente, Pizza, Möbel, Hausgeräte, Amazon, DHL, UPS, ... . Manchmal sieht man zwei oder drei Dienste gleichzeitig. Die Chance auf einen Parkplatz ist gering. Einige der abgebildeten Fahrzeuge befinden sich täglich immer zur gleichen Uhrzeit in der gleichen miserablen Situation: kein Parkplatz, Halten in zweiter Spur, Behinderung und Unfallgefahr für andere Verkehrsteilnehmer. So kann es nicht weitergehen.

Es muss Kurzzeit-Parkraum für Lieferdienste reserviert werden, wenn die Straßen wieder als Fahrbahnen benutzt werden sollen, z.B. ...

  • mindestens 3 mal zwei Stellplätze in der Straße (auch für große Fahrzeuge nutzbar)
  • tagsüber zwischen 8 und 18Uhr
  • maximale Haltedauer eine Stunde

Solche Parkplätze könnten sowohl von Lieferdiensten als auch von Pflegediensten genutzt werden. Das aktuelle Chaos muss vernünftig reguliert werden.

Autos werden weniger und wieder kleiner

Unterschiedlichste Antriebe

Die eMobiliät wird in den nächsten Jahrzehnten viele Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie vernichten. Wieviele Arbeitsplätze werden neu geschaffen, indem Deutschland wieder zu einer Innovationslokomotive in der Welt wird? Wahrscheinlich keine, denn bislang ist ein entsprechender Wandel nicht zu erkennen!

Autohersteller in aller Welt arbeiten bereits seit langem intensiv an alternativen Antrieben. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind sichtbar  und funktionieren. Eines ist ziemlich sicher: Benzin und Diesel sind bereits heute ersetzbar. Für giftige Luft in den Städten gibt es keinerlei Entschuldigungen mehr!

Beispiele:

Ich gehe davon aus, dass alle diese Antriebe zukünftig nebeneinander eingesetzt werden. Dieses macht sehr viel Sinn, da solch eine Diversifizierung dafür sorgt, dass es zukünftig zu keinen existenzbedrohenden Material- und Energie-Engpässen kommt.