Kostenfalle ungezügelter KFZ-Verkehr

Alle müssen für den Spaß der Privilegierten zahlen!

Sie glauben doch wohl etwa nicht im Ernst, dass alle Kosten des Autoverkehrs durch die lächerlichen Abgaben der KFZ-Besitzer gedeckt sind? Nein, wir alle zahlen kräftig für all die Schäden, die durch Autos angerichtet werden.

Und damit meine ich noch nicht einmal die durch Autos verursachten lebenslangen Krankheitskosten, die durch die Krankenversicherungen auf die Beitragszahler abgewälzt werden.

Beispiel 1: Brückenschäden

Denken Sie z.B. an all die alten Brücken, welche gar nicht für so viele schwere Fahrzeuge gebaut wurden. Viele Brücken sind inzwischen stark beschädigt und müssen repariert oder eventuell sogar neu gebaut werden.

Provisorische Baumaßnahmen behindern bereits in der Vorbereitungsphase andere Verkehrsteilnehmer und provozieren unnötige Unfälle. Die anschließenden Baumaßnahmen kosten kleine Vermögen, die völlig selbstverständlichst vom Steuerzahler beglichen werden sollen. Damit bin ich nicht einverstanden!

  • Die Nutzung alter Brücken sollte entsprechend deren Traglast eingeschränkt werden.
  • Sanierungen sollten zügig und entsprechend der ursprünglichen Auslegung der Brückenlast erfolgen.
  • Neubauplanungen könnten in den meisten Fällen gestrichen werden.

Beispiel 2: Spreeufer am Bonhoefferufer (Schloßbrücke)

Bonhoefferufer Charlottenburg
Bonhoefferufer Charlottenburg

Wo früher hin und wieder mal ein Pferdefuhrwerk zu sehen war, da parken heute Unmengen an großen Autos und belasten den Untergrund.

Am Bonhoefferufer in Charlottenburg muß das komplette Spreeufer saniert werden, da es stark einsturzgefährdet ist. Der Sanierung werden alle Bäume am Ufer zum Opfer fallen.

Anstatt sofort die privaten Autos auszusperren, ist es geplant, mit Beton und Sand das Ufer zu stützen, damit es nicht einstürzt. Die Kosten für die Sanierung des Ufers wurden auf einer Informationsveranstaltung mit 25 Millionen Euro angegeben.

Und es gibt Tage, da sehen Sie fünf Fahrzeuge auf einen Blick, die hier auf keinen Fall stehen sollten.
Und es gibt Tage, da sehen Sie fünf Fahrzeuge auf einen Blick, die hier auf keinen Fall stehen sollten.

Demnächst wird auch eine neue Schloßbrücke benötigt. Aktuell ist hier bereits Tempo 30 angesagt, denn die Beschädigungen des Ufers sind in diesem Bereich besonders ausgeprägt. Eine große und teure "Sanierung" der kleinen Brücke ist eigentlich nur nötig, wenn weiter der gleiche oder zunehmender Straßenverkehr ermöglicht werden soll. Aber wozu? Für die meisten Anwohner würde hier tatsächlich eine Fußgängerbrücke ausreichen. An weniger Lärm und Gestank sind hier ebenfalls die meisten Anwohner interessiert.

Ich persönlich habe keinen Spass daran, die Sanierung der von Politikern und Autofahrern mit Vorsatz verursachten Schäden zu bezahlen.

Im Rahmen einer Verkehrsberuhigung könnte man heute genauso gut  darüber nachdenken, wieviel Last diese Brücke die nächsten 50 Jahre verträgt und das Überqueren nur für zulässige Fahrzeuge genehmigen.